FSV Brück – SG Saarmund 0:1

– besserer Torwart entscheidet das Spiel –

 

Ein schöner Sonntag war es schon bis zur Mittagszeit. Der Sommer versuchte noch einmal mit seinen Künsten zu verführen – als die Saarmunder in Brück ankamen schien die Sonne, es war leicht windig und genau das andere Extrem gegenüber der vorigen Woche lag vor ihnen:

Ein sehr großer, sehr breiter Platz, für Zuschauer und Spieler nirgends ein Gebäude oder Bäume die Schatten warfen. Wer einmal ohne Streß am Rande des Platzes entlangschlenderte konnte feststellen, daß hinter den aktuellen Toren noch alte Alu-Rohre im Rasen eingelassen waren und der Platz sogar noch gut 2,5m länger gewesen sein muß.

 

Viele hatten noch die Erinnerung an das letzte Spiel hier vor ca. 2 Jahren, als die

SG Saarmund, wie sehr oft in letzter Zeit, einem Rückstand hinterherrannte und kurz vor Schluß durch Micea erst zum 3:3 ausgleichen konnte – es dann aber wieder einmal nicht schaffte, den so hart erkämpften Punkt über die Zeit zu retten und durch dumme Aktionen seinerzeit damals einem Spieler nichts anderes übrigblieb als die Notbremse zu ziehen, woraus ein Elfmeter resultierte, der dann zum Verlust des einen Punktes führte.

Es hört sich langatmig an, aber man konnte nicht oft genug daran erinnern, denn aus Fehlern soll man lernen und erst vor 14 Tagen war ähnliches passiert bei einem eigentlich schon gewonnenen Heimspiel.

Trainer René Meinert versuchte es nunmehr mit einer Viererkette auf dem breiten Platz – nicht die schlechteste Idee und nur einem Stürmer (Grabowsky), der, wenn die Gastgeber so 4-5m vor der Mittellinie waren, das Zeichen zum Pressen geben sollte, um diese schon frühzeitig unter Druck zu setzen.

 

Das klappte nicht so wie gewünscht aber die SG kam trotzdem gut ins Spiel, es gab keine zwingende Chance der Gastgeber zunächst – die mit langen Bällen versuchten, das Mittelfeld zu überbrücken und vorne dann irgendwie in Torraumnähe zu kommen.

Um es vorweg zu nehmen:

Das Spiel hatte wenige, sehr wenige Höhepunkte und plätscherte in der ersten Halbzeit einfach nur hin, ohne daß eine wirklich große Überlegenheit für die eine oder andere Seite auszumachen gewesen wäre.

Man merkte schon, daß die Gäste aus Saarmund spielerisch besser waren und auch eine optische Überlegenheit nicht von der Hand zu weisen war, jedoch führte das auch nicht zu besonders vielen zwingenden Torchancen, eher zu etwas mehr Ecken, die allerdings erfolglos blieben.

… die Weite des Raumes…

Die Aussprache in der Halbzeit war sehr ergiebig, die Spieler waren sehr selbstkritisch, so daß man dann auch entschlossen und konzentriert (!) die zweite Halbzeit anging.

Die Gefahr, die man von der Trainerbank aus sah, war eben, daß beim Hin- und Herplätschern des Spieles, die Saarmunder sich zu sehr einlullen und eventuell sich auch auf das etwas niedrigere Niveau der Gastgeber herunterziehen lassen und dann noch verlieren.

Dem wurde jedoch begegnet – das Spiel in der zweiten Halbzeit kann man als lebhafter bezeichnen, ohne das zunächst zwingende Chancen für die eine oder andere Seite erspielt wurden.

In einer etwa 15 minütigen Druckphase mußte allerdings dann auch Kay, nach Geburt seines Kindes wieder im Tor, auf der Hut sein, er hat dreimal durch riskantes, aber auch kluges Herauslaufen Chancen der Gastgeber vereitelt.

Er war also top auf der Höhe und hat auch hier ein positives Zeichen gesetzt.

Beim letzten Mal allerdings gab es harsche Proteste der Gastgeber und in späteren Gesprächen wurde von eigenen Spielern auch bestätigt, daß man dort hätte durchaus einen Elfmeter für Brück hätte geben können.

Da der Pfiff allerdings ausblieb, blieb es zunächst beim 0:0.

Dann kam nunmehr eine größere Druckphase der Gäste, die tatsächlich die Abwehr und auch den Torwart der Gastgeber immer öfter in Verlegenheit brachten.

Neben Grabowsky, der als einziger Stürmer fungierte, spielten links und rechts Schmandke und Dresler als „Flügelflitzer“, die immer wieder auf die Höhe von Grabowsky stoßen sollten, aber in der Defensive auch ihre Arbeit machen mußten.

Im Mittelfeld spielten Grigull und Gillmeister wieder einen sicheren, guten Part und hinter ihnen spielte Fl. Schulz den einen Sechser.

Alles in allem zeigte die Mannschaft eine solide Leistung.

Allerdings wurden viel zu viele Torchancen wieder liegengelassen, so daß auch einige Spieler – selbstkritisch – nach dem Sieg nicht zufrieden waren, was natürlich hoffen läßt, denn wer zufrieden ist, ist schnell satt und wer satt ist, der kann sich kaum verbessern.

Nun zurück zum Spiel: In der 80. Minute zog Grigull ab, es war ein eher harmloser Distanzschuß, der allerdings kurz vor dem Torwart noch einmal aufkam und obwohl der Torwart in der richtigen Ecke war, auch richtig lag, von ihm durchgelassen wurde.

Es war also ein klassischer Torwartfehler, der das Spiel entschied.

Kurz vor dem etwas unerwarteten Tor wurden in der 77. Minute Schröder für Dresler und Groch für Gillmeister eingewechselt und dann, in der Nachspielzeit kam noch Städter, der sich leicht beim Warmmachen verletzt hatte, für Grabowsky.

Im Gegensatz zu früheren Spielen war dann durchaus erfreulich, daß die SG, auch wenn es da zwischendurch einen kurzen Disput zwischen zwei Spielern gab, weiter nach vorne gespielt hat, sicher wurde und auch dabei nun langsam lernt, Zeit zu schinden – so, wie das andere Mannschaften machen die in Führung liegen.

… letzte Phase des Spieles: Saarmund am Drücker…

Letztendlich ließ die SG dann keine Torchance der Gastgeber mehr zu, sondern drückte weiter und bestimmte das Spiel, so wie man es wirklich bisher selten sah und der Abpfiff erfolgte dann in der 93. Minuten und nicht in der 113. Minute, wie es noch im „Live-Ticker“ der Partie steht.

 

Wie gesagt, man hat sich über den Sieg gefreut – man muß sich auch über so einen Sieg freuen können, mit Ruhm bekleckert hat man sich ob der vielen liegengelassenen Torchancen natürlich nicht, aber man hat gezeigt, daß man nun das zweite Mal hintereinander ein ganz knappes Ergebnis über die Zeit bringen kann und darauf kann Trainer Meinert dann in den nächsten Partien gegen Treuenbrietzen und Stahl Brandenburg, die am Tabellenende sind, aufbauen.

 

SG Saarmund: Moser – Maier, Curio, Fl.Schulz, Kühn, Zimmermann, Grigull, Gillmeister, (77.Groch), Dresler (77. Schröder), Schmandke, Grabowsky (91. Städter);

 

Bank: Städter, Schröder, Groch; Trainer: Meinert;

 

kara