Frühlingserwachen: SG Saarmund vertreibt den Winter

so, nun ist es wieder soweit: Der Frühling steht vor der Tür! Bald legen die Hühner wieder Eier und die Bauern Kartoffeln.

Auch für die Volksportler der SG Saarmund ist nun die weitgehend eventfreie Zeit im Sportkalender vorüber. Das zweite Volkssport-Ereignis nach dem „Neujahrslauf“ ist schon seit einigen Jahren die „Wanderung durch Wald und Flur“ im Februar, welche traditionell an einem Lagerfeuer am Saarmunder Sportlerheim endet und mit Bratwurst und Glühwein die letzten Wintertage verabschiedet.

 

 

In diesem Jahr gab es sogar zusätzlich noch Kaffee und Bienenstich, der offenbar nach einem „alten Geheimrezept“ von unserer Sportfreundin Helga Kraatz gebacken wurde, welches sie uns aber um keinen Preis verraten wollte. Da es leider auch bei Google unter „Kraatzi’s Geheimrezept“ keine brauchbaren Hinweise dazu gibt, dürfte in dieser Sache noch nicht das letzte Wort gesprochen sein!
Gut, aber vor dem geselligen Teil steht ja immer noch die sportliche Herausforderung dieses Wandertags. Die bestand an diesem 22. Februar in einem Fußmarsch von gut sieben Kilometer Länge, mehr oder weniger weitläufig um den Saarmunder Flugplatz herum.
Das Ziel sollte es sein, diese Strecke innerhalb von maximal zwei Stunden mit „Kind und Kegel“ zu absolvieren, um wirklich pünktlich die von Petra und „Wolle“ Erdmann vorbereiteten kulinarischen Köstlichkeiten am Grillplatz würdigen und genießen zu können.

Unverzagt machten sich gegen 13.45 Uhr genau 24 Volkssportler im Alter von 6 bis 86 (!!!), begleitet von zwei „Hütehunden“ auf den Weg. Die ersten zwei Kilometer auf meist ebenen Waldwegen waren noch geprägt von angeregten Unterhaltungen über diese und jene Neuigkeit. Das änderte sich allerdings deutlich mit zunehmender Länge und Steilheit unseres Wegs. Die Kolonne der Wanderer zog sich zusehends auseinander, so dass unsere beiden Hunde Mühe hatten, das alles durch ständiges Vor- und Zurücklaufen unter Kontrolle zu halten.
Als sich dann auch noch nach gut der Hälfte des Wegs die Sonne durch die bis dahin geschlossenen Wolkendecke kämpfte, wurden sogar schon erste Kleidungsstücke abgelegt. Intensität und Lautstärke der Gespräche nahmen so deutlich ab, dass sie hier und da schon von einem gelegentlichen, nicht mehr zu unterdrückenden Magenknurren übertönt wurden. Mit gegenseitig aufmunternden Worten gelang es aber immer wieder, alle „bei der Stange“ zu halten. Besonders bemerkenswert: Der mit 86 Jahren älteste Teilnehmer unserer Wanderung, der Sportfreund Edmund Siebert war mit einem Lächeln auf den Lippen und seiner Lebensgefährtin an der Seite immer an der Spitze des Zuges zu finden. Chapeau! Bei diesen beiden ging es offenbar keineswegs nur um die „ Brat“- Wust, sondern vorrangig um die Bewegung an frischer Luft.

Na, da haben wir ja an diesem Tag wohl einiges richtig gemacht, denn am Ende erreichten alle Sportfreunde mehr oder weniger geschafft, jedoch genau zur rechten Zeit das Tagesziel. Und ehrlich: Kaffee, Kuchen, Grillwurst und Glühwein schmecken doppelt gut, wenn man sie sich vorher „erarbeitet“ hat. Genuss ohne Reue! Und ja: Das machen wir mal wieder!

PS. Nächste Gelegenheit: Sonntag 22.03.2020, 15.00 Uhr: Kegelnachmittag
im St.-Georg-Bildungshaus in Michendorf

Hartmut Rabenalt
Saarmund