Rund um Saarmund – Sportgemeinschaft auf Spurensuche

 Wie bitte? „Spurensuche“? Welche Spuren sucht man als Sportgemeinschaft? Schnitzeljagd… oder so? Nein, ganz kalt! Am Sonntag, den 15 Februar fand die  alljährliche Frühjahrswanderung der SG Saarmund im Rahmen ihres „Sportkalenders“ statt und angesichts der Jahreszeit scheint es doch legitim, beim Durchstreifen der Gemarkung mal eben zu schauen, ob der hoffentlich nahende Frühling eventuell schon erste Spuren hinterlassen hat. Da wir ja gerade eine so genannte „Fröstel-Ära“ mit Schnee, Eiseskälte und extremer Glätte (früher hieß das einfach „Winter“) überwunden glaubten, bestand wohl kaum Hoffnung, erste Zeichen einer nahenden Klimaerwärmung zu entdecken. Aber: Siehe da! Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt fanden sich nämlich am frühen Sonntag Nachmittag tatsächlich dreißig Sportfreunde ein, um diesbezüglich ihr Glück zu versuchen. Da allerdings der Plan vorsah, diese Wanderung bei einem Essen in „Rocco`s Pizzeria“ ausklingen zu lassen, musste zunächst einmal fernmündlich geklärt werden, ob wir später in dieser doch sehr stattlichen Personalstärke so ohne Weiteres dort „einfallen“ könnten.  Es waren nämlich im Vorfeld nur etwa 15 Personen angekündigt. Nach bangen Sekunden des Wartens konnte dann verkündet werden, dass heute niemand verhungern würde. Beruhigt und im moderaten Wandertempo machten wir uns vom Sportlerheim aus auf die geplante „Runde um Saarmund“, was nördlich, westlich und südlich der Ortslage keine Probleme bereitet. Auf peripheren Wald- und Feldwegen kommt man gut voran, ohne dass man die Ortschaft aus dem Blickfeld verliert. Das ändert sich aber im Osten von Saarmund, wo ja die Nuthe eine natürliche Ortsgrenze bildet. Zwar gibt es beidseitig der L 77 vom Nuthewehr ausgehende Uferwege nach Süden und Norden, welche aber leider keine gangbare Anbindung an das Wegenetz der Ortsumgebung haben und entweder an privaten Weidezäunen oder im morastigen Schilfgürtel ihr jähes Ende finden. Schade eigentlich. Zum Glück hatten wir dies schon im Vorfeld der Wanderung austesten können, so dass uns ein längeres sonntägliches „Pfadfinder-Abenteuer“ erspart blieb. Mit dem Alternativ-Weg über über den „Markt“ und durch die Potsdamer Straße wurde aus der Orts-Umrundung nun zwar eine Ortsdurchquerung, aber zumindest erreichten wir zur geplanten Zeit und trockenen Fußes nach ca. 1,5 Stunden unser Wanderziel. In Roccos’s Pizzeria war bereits alles bestens für unsere Einkehr vorbereitet. An dieser Stelle ist dann auch mal ein dickes Lob an das Gaststättenpersonal fällig. Völlig unaufgeregt und mit einem Lächeln auf den Lippen haben sie sich tapfer für „Ramba-Zamba“ anstelle eines geruhsamen Sonntag-Nachmittag-Geschäfts entschieden, aber man kann wohl davon ausgehen, dass dies eine klassische „Win- Win- Situation“ war. Jedenfalls wurden die Angebote der umfangreichen Speisekarte ausgiebig in Anspruch genommen. Gegen 17.30 Uhr griff dann aber eine gewisse Ermüdung um sich und wir beschlossen, das Rocco-Team mit dem Abwasch alleine zu lassen. Natürlich nicht, ohne vorher zu zahlen. Ja gut, aber was ist nun mit den Spuren des Frühlings? Hmm, ganz ehrlich? Sieht noch nicht sehr gut aus! Schon beim Nachhausegehen hatte Väterchen Frost Saarmund wieder fest im eisigen Griff.

Hartmut Rabenalt, SG Saarmund